Textversion

Sie sind hier:

Überblick

Allgemein:

Startseite

Impressum

In ersten Aufzeichnungen wird Borkhorn um das Jahr 1200 unter dem Namen BOCHORNE erwähnt. Aus dem Jahre 1238 ist im Bischöflichen Lehnregister von Osnabrück Borkhorn ebenfalls unter BOCHORNE verzeichnet. Weiter ist vermerkt, dass diese Bauerschaft zur Pfarre Löningen gehörte. Im Jahre 1275 wird erstmalig der Name BARCHORNE benutzt, was so viel wie Birkenwald bedeutet (Barc = Birke, Horn = Winkel-Spitze).
Der Name Borkhorn selbst ist laut einer Urkunde vom 31.01.1490, Nr. 236 im Oldenburger Urkundenbuch zurückzuverfolgen. Zu diesem Zeitpunkt wohnten 5 Familien mit insgesamt 16 Personen in Borkhorn.
Bei einer Volkszählung im Jahre 1749 sind 15 Haushalte mit 64 Einwohnern angegeben. Zu dieser Zeit gab es in Borkhorn
2 Ziegeleien. Von der ersten Ziegelei Arens sind keine Aufzeichnungen vorhanden. Sie wurde 1867 abgebrochen. Die zweite Ziegelei gehörte einem Grote, erbaut um 1750. Die Steine aus dieser Ziegelei wurden beim Bau des jetzt noch vorhandenen Fachwerkhauses und der Nebengebäude Stumborg verwand. Die Steine befinden sich noch Original in der Stirnseite des Hauses.
Borkhorner Steine von Grote befinden sich auch heute noch in Löningen in einer 1865 erbauten Gartenmauer in der Poststraße, gegenüber dem früheren Geschäft Thien. Auch beim Neubau der katholischen Kirche wurden Borkhorner Steine und Pfannen verarbeitet.
Im Jahre 1823 entstand hier eine Schnapsbrennerei, die jedoch schon 1898 wieder abgerissen wurde. Eine zweite Brennerei wurde 1832 errichtet und schon 1901 wieder stillgelegt. Es ist nicht überliefert warum beide Brennereien nur eine kurze Lebensdauer hatten – schlechte Qualität oder vielleicht Protest der Frauen- ? Nach mündlicher Überlieferung soll jedoch auf dem Grundstück ein großes Fass Schnaps vergraben worden sein. Es ist bisher noch nicht gefunden worden. Wenn jemand Lust hat........
1878 wurde in Borkhorn an der Alten Dorfstraße eine Molkerei in der für damalige Verhältnisse beachtlichen Größe von 7,15 m x 4,10 m gebaut. Sie wurde 1910 vergrößert und brannte 1912 ab.
Ein neues Gebäude entstand, das jedoch bereits 1935 stillgelegt wurde. Es diente dann als Kriegsgefangenenlager und wurde 1968 abgebrochen.
Im Jahre 1972 wurde dann das Siedlungsgebiet Borkhorn erschlossen . Es entstanden seitdem bis heute 97 neue Wohnhäuser. In Borkhorn befinden sich z.Zt. insgesamt 11 Gewerbe- bzw. Handwerksbetriebe und 1 industrieller Betrieb (Fa. Atlas-Terex, früher Atlas-Weyhausen).
Am 1. Adventssonntag 1977 wurde der Dorfverschönerungsverein gegründet und nimmt seitdem regelmäßig am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teil, wobei beachtliche Platzierungen erreicht wurden. 1992 wurde der Name geändert und unter „Dorf- und Heimatverein Borkhorn e.V.“ in das Vereinsregister eingetragen.
1955 lebten 170 Einwohner hier, 1987 standen bereits 115 Häuser mit 129 Haushalten und 472 Einwohnern. Heutiger Stand (01.01.2002): 467 Einwohner in 126 Häusern und 141 Haushalten, darunter 5 Ausländer, 75 Übersiedler und 40 Kindern unter 18 Jahren.
Ende 1989/Anfang 1990 wurde Borkhorn in die Dorferneuerung aufgenommen, die am 27.06.99 mit einer offiziellen Feier im Dorfgemeinschaftshaus abgeschlossen wurde. Während dieser Zeit (ab 28.05.94) wurde auch das Dorfgemeinschaftshaus gebaut, das am 30.06.96 mit der Einweihungsfeier seiner Bestimmung übergeben wurde.
Am 18.04.2002 wurden die offiziellen Ortsschilder aufgestellt, so dass Borkhorn nunmehr geschlossene Ortschaft ist. Die Initiatoren hoffen, dass diese Maßnahme unter anderem die Verkehrsicherheit in der Bauerschaft erhöht.